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Planung6 Min Lesezeit · aktualisiert 10.7.2026

Umsatzprognose im Restaurant: Personal und Einkauf vorausplanen

Fast jede teure Entscheidung im Gastro-Alltag ist eine Wette auf die Gästezahl von morgen: Wie viele Leute einplanen? Wie viel Fleisch bestellen? Wie viel Mise en place? Wer diese Wette systematisch besser trifft als der Bauch, spart an zwei Fronten gleichzeitig — Personal und Waren.

Was den Umsatz wirklich treibt

  • Der Wochentag: Der stärkste Einzelfaktor. Ein Dienstag ist einem Dienstag ähnlicher als dem Vortag.
  • Wetter: Für Betriebe mit Terrasse oder Ausflugslage oft ±30 – 60 % Unterschied. Sonne am Samstag ist ein anderer Betrieb als Regen am Samstag.
  • Feiertage & Schulferien: Wirken je nach Lage in beide Richtungen — Innenstadt leert sich, Ausflugsziele füllen sich.
  • Events & Saison: Lokale Anlässe, Zahltage, Saisonkurven.

Die einfache Methode (Excel genügt)

  • Berechnen Sie je Wochentag den Durchschnitt der letzten 6 – 8 gleichen Wochentage (nicht der letzten Tage!).
  • Korrigieren Sie mit einem Wetterfaktor: z. B. +20 % bei angekündigter Sonne, −20 % bei Regen — kalibriert an Ihren eigenen Erfahrungswerten.
  • Markieren Sie Sondertage (Feiertage, Events) und behandeln Sie sie separat — sie verderben sonst die Durchschnitte.

Damit sind Sie besser als das Bauchgefühl. Die Grenzen: Das Modell lernt nicht dazu, kombiniert Faktoren nicht (Sonne und Feiertag und Ferienbeginn) und niemand pflegt es in der Hochsaison.

Der nächste Schritt: lernender Forecast

Ein statistisches Modell verbindet Ihre komplette Historie mit Wetterprognose und Feiertagskalender und rechnet daraus für jeden der nächsten 14 – 21 Tage Umsatz und Gästezahl. Als Gütemass hat sich der MAE (mittlerer absoluter Fehler) etabliert: Liegt er unter ~10 %, ist der Forecast für Personal- und Einkaufsplanung belastbar.

Vom Forecast zur Entscheidung

Forecast sagt …Konsequenz
Samstag +40 % (Sonne, Ferienbeginn)+1 Service ab 18 Uhr, Einkauf Frischware erhöhen, Mise en place hochfahren
Montag −25 % (Regen, Brückentag vorbei)Teilschicht streichen, kleinere Bestellung, Vorproduktion reduzieren
Wochensoll CHF 52'000PK-Budget der Woche = Soll × Ziel-PK-Quote — daraus die planbaren Stunden
Praxis-Tipp
Prüfen Sie den Forecast wöchentlich gegen die Ist-Zahlen. Ein Forecast, dem niemand vertraut, wird nicht benutzt — Vertrauen entsteht durch den sichtbaren Soll-Ist-Vergleich, nicht durch Versprechen.

Diese Kennzahlen — täglich automatisch.

STRUCT rechnet Foodcost, PK-Quote und den 21-Tage-Forecast live mit und liefert jeden Morgen ein KI-Briefing.