Zum Inhalt springen

Kennzahlen

Die 10 wichtigsten Kennzahlen in der Gastronomie — mit Formeln und Zielwerten

Von der WK-Quote über Prime Cost bis zum Umsatz pro Stunde: die zehn Kennzahlen, die jeder Gastrobetrieb kennen sollte — kompakt mit Formel, Zielwert und Takt.

7 Minuten Lesezeit · aktualisiert 10.7.2026

Man kann einen Gastrobetrieb mit hundert Zahlen verwalten — oder mit zehn führen. Diese Übersicht versammelt die Kennzahlen, die tatsächlich Entscheidungen tragen, jeweils mit Formel, Zielkorridor und dem sinnvollen Mess-Takt.

#KennzahlFormelZielkorridorTakt
1Wareneinsatzquote (Foodcost)Wareneinsatz ÷ Nettoumsatz28–35 % Speisenwöchentlich
2Personalkosten-QuotePersonalkosten ÷ Nettoumsatz30–45 % je Konzeptwöchentlich
3Prime CostWK-Quote + PK-Quoteunter 60–65 %wöchentlich
4Deckungsbeitrag je GerichtVK netto − Wareneinsatzin CHF, je höher desto bessermonatlich
5Umsatz pro GastUmsatz ÷ GästeTrend beobachtentäglich
6Umsatz pro ArbeitsstundeUmsatz ÷ geleistete StundenCHF 80–140 je Konzeptwöchentlich
7Treffer der PrognoseSumme der Abstände Ist zu Prognose ÷ Summe Ist (WAPE)bis 10 %wöchentlich
8Foodwaste-Quoteentsorgte Ware ÷ Wareneinsatzunter 5 %wöchentlich
9Auslastung / SitzplatzumschlagGäste ÷ Sitzplätzekonzeptabhängigtäglich
10Betriebsergebnis (EBITDA-Marge)Ergebnis ÷ Nettoumsatz8–15 % gesundmonatlich

Die drei, mit denen Sie anfangen sollten

Wenn Sie heute bei null stehen: Beginnen Sie mit WK-Quote, PK-Quote und daraus der Prime Cost. Diese drei erklären in den meisten Betrieben über 80 % der Ergebnis-Schwankung — und sie sind mit Tagesumsatz, Einkäufen und geplanten Stunden ohne Buchhaltung berechenbar. Die Details: Foodcost berechnen und Personalkosten in der Gastronomie.

Der häufigste Fehler: der falsche Takt

Kennzahlen aus dem Jahresabschluss sind Archäologie. Die Faustregel: Was Sie täglich beeinflussen können, messen Sie täglich oder wöchentlich (Umsatz, Quoten, Waste) — was strukturell ist, monatlich (Menü-Mix, Ergebnis). Entscheidend ist nicht die perfekte Zahl, sondern der Soll-Ist-Vergleich im Moment, in dem Sie noch reagieren können.

Praxis-Tipp

Hängen Sie nicht zehn Zahlen ans Whiteboard. Wählen Sie die drei, die zu Ihrem grössten Problem gehören, und schauen Sie sie jede Woche am gleichen Tag an — Routine schlägt Vollständigkeit.

Vom Messen zum Steuern

  • Jede Kennzahl braucht ein Budget: 31.8 % WK-Quote ist erst gut oder schlecht im Vergleich zum Ziel.
  • Wochenrhythmus einführen: 15 Minuten Montagmorgen mit den Ist-Zahlen der Vorwoche ersetzen jede Monatssitzung.
  • Ausreisser hinterfragen, nicht Durchschnitte feiern: Der eine katastrophale Dienstag sagt mehr als der gute Monatsschnitt.

Passend dazu in STRUCT

Gastro-Controlling

Umsatz, Personalkosten und Wareneinsatz jeden Tag gegen Budget und Ziel, eine Hochrechnung bis zum Monatsende und die Erfolgsrechnung, bevor der Treuhänder sie liefert.

Weiterlesen

Diese Kennzahlen rechnen lassen statt von Hand

STRUCT rechnet Warenkosten, Personalquote und die Prognose über 21 Tage aus den Tagen, die Sie erfassen — und fasst sie jeden Morgen in einem Briefing zusammen.